Stromverbrauch-Rechner
kWh und Kosten eines Geräts pro Tag, Monat und Jahr — mit Geräte-Presets.
Was das Ergebnis bedeutet
Der Rechner zeigt, was ein einzelnes Gerät übers Jahr verbraucht und kostet. Grundlage ist die Leistung in Watt und die tägliche Nutzungsdauer. Bei Geräten, die nicht durchlaufen, sondern takten (Kühl- und Gefriergeräte), trägst du die effektive Laufzeit ein — die Presets enthalten dafür bereits realistische Mittelwerte.
So findest du die teuersten Verbraucher im Haushalt. Oft sind es nicht die offensichtlichen Geräte, sondern Dauerläufer mit kleiner Leistung (Router, alte Umwälzpumpe) oder Standby-Verbraucher, die rund um die Uhr ziehen.
Leistung, Laufzeit und der Takt-Trick
Für eine ehrliche Rechnung musst du zwei Dinge auseinanderhalten
Die Leistung in Watt steht auf dem Typenschild — sie sagt, wie viel das Gerät zieht, solange es läuft. Die Laufzeit sagt, wie lange es das pro Tag tut. Nur das Produkt aus beidem ergibt den Verbrauch.
Der häufigste Fehler entsteht bei taktenden Geräten. Ein Kühlschrank mit 100 W läuft nicht 24 Stunden, sondern schaltet sich immer wieder ein und aus — übers Jahr gemittelt vielleicht 8 Stunden „echte" Laufzeit pro Tag. Würdest du 24 Stunden rechnen, käme das Dreifache heraus. Dasselbe gilt für Heizlüfter mit Thermostat, Warmwasserspeicher, Umwälzpumpen mit Nachtabsenkung und Wäschetrockner (die du besser pro Trockengang als pro Stunde rechnest). Die Geräte-Presets in diesem Rechner enthalten genau diese gemittelten, realistischen Laufzeiten.
Eine Sonderrolle spielt der Standby. Hier ist die Leistung klein (1–10 W pro Gerät), aber die Laufzeit maximal — 24 Stunden, 365 Tage. Genau diese Kombination macht Standby zum unterschätzten Dauerposten.
Formel & Beispiel
Kosten = kWh/Jahr × Strompreis
Beispiel: Ein Kühlschrank mit 100 W effektiver Leistung läuft umgerechnet 8 Stunden am Tag, der Strompreis liegt bei 35 ct/kWh.
292 × 0,35 € = 102 € pro Jahr
Typische Verbraucher im Vergleich
Richtwerte bei 35 ct/kWh — die tatsächlichen Werte hängen von Gerät, Alter und Nutzung ab.
| Gerät | Leistung | kWh/Jahr | Kosten/Jahr |
|---|---|---|---|
| Kühl-/Gefrierkombi (neu) | ~ 100 W | ~ 200 | ~ 70 € |
| Gefriertruhe (alt) | ~ 150 W | ~ 440 | ~ 154 € |
| Wäschetrockner | 2.500 W | ~ 200 | ~ 70 € |
| Fernseher (4 h/Tag) | 100 W | ~ 146 | ~ 51 € |
| Standby gesamt | ~ 30 W | ~ 263 | ~ 92 € |
So nutzt du das Ergebnis
Rechne deine größten Verbraucher einzeln durch und vergleiche. Lohnt sich der Tausch eines alten Geräts? Teile den Anschaffungspreis durch die jährliche Ersparnis — so siehst du, nach wie vielen Jahren sich ein effizientes Neugerät rechnet. Den Gesamtüberblick über alle Kosten gibt der Stromkosten-Rechner.
Zweites Beispiel: lohnt der neue Kühlschrank?
Eine 15 Jahre alte Kühl-Gefrier-Kombi zieht effektiv rund 150 W über gemittelt 9 Stunden, ein neues A-Gerät etwa 55 W über 7 Stunden. Bei 35 ct/kWh:
neu: 55 × 7 ÷ 1000 × 365 = 141 kWh → 49 €/Jahr
Ersparnis: 124 € pro Jahr
Ein neues Gerät für rund 500 € amortisiert sich also nach etwa vier Jahren — und hält danach noch zehn weitere. Bei Dauerläufern wie Kühl- und Gefriergeräten ist der vorzeitige Tausch fast immer die wirtschaftlichste Stromsparmaßnahme überhaupt, weil sie rund um die Uhr laufen.
Wo sich Messen wirklich lohnt
Schätzwerte reichen, um die großen Brocken zu finden. Wirklich genau wird es nur mit einem Energiekosten-Messgerät für rund 15 €, das du zwischen Steckdose und Gerät steckst. Besonders aufschlussreich ist es bei:
- taktenden Geräten (Kühl-/Gefriergerät) — über 24 Stunden messen, dann hochrechnen;
- der gesamten Standby-Last — TV-Ecke oder Arbeitsplatz über eine Steckdosenleiste komplett erfassen;
- alten Umwälz- oder Heizungspumpen — hier schlummert oft eine 60–100-Watt-Dauerlast, die eine moderne Hocheffizienzpumpe auf unter 10 W drückt.
Häufige Fehler
Nennleistung mit Dauerleistung verwechseln. Auf dem Typenschild steht die maximale Leistung. Ein Kühlschrank zieht sie nur beim Kühlen — nutze die effektive Laufzeit.
Standby unterschätzen. Viele kleine Dauerverbraucher summieren sich oft zum teuersten Posten überhaupt.
Mit Messgerät genauer werden. Ein einfaches Energiekosten-Messgerät an der Steckdose zeigt den echten Verbrauch — besser als jede Schätzung.
Quellen
- BDEW / co2online — typische Verbrauchswerte von Haushaltsgeräten.
- EU-Energielabel — Verbrauchsangaben aktueller Geräte (kWh/Jahr bzw. je 100 Zyklen).
Häufige Fragen
Leistung in Watt mal Nutzungsdauer in Stunden, geteilt durch 1000, ergibt die kWh. Für den Jahreswert mal 365 (bei täglicher Nutzung). Mal Strompreis ergibt die Kosten.
Der Arbeitspreis liegt je nach Tarif typischerweise bei rund 30–40 Cent pro kWh. Den genauen Wert findest du auf deiner Stromrechnung.
Router, Fernseher, Konsolen und Netzteile im Standby summieren sich schnell auf 20–40 Watt Dauerlast — das sind über 250 kWh und rund 90 € im Jahr.
Ein Energiekosten-Messgerät zwischen Steckdose und Gerät zeigt den tatsächlichen Verbrauch über einen Zeitraum — genauer als jede Schätzung, besonders bei taktenden Geräten.