Subnetzrechner
IPv4 + CIDR/Maske: Netzadresse, Broadcast, Host-Range und Anzahl Hosts.
Was das Ergebnis bedeutet
Eine IPv4-Adresse besteht aus einem Netz- und einem Host-Anteil. Die Subnetzmaske (bzw. der CIDR-Präfix wie /24) legt fest, wo die Grenze verläuft. Der Rechner zerlegt deine Eingabe in alle relevanten Werte: die Netzadresse (das „Tor" zum Subnetz), die Broadcast-Adresse (erreicht alle Hosts), den nutzbaren Host-Bereich und die Anzahl möglicher Geräte.
Netz- und Broadcast-Adresse sind reserviert und können keinem Gerät zugewiesen werden — deshalb hat ein /24-Netz zwar 256 Adressen, aber nur 254 nutzbare Hosts.
So funktioniert die Maske
Netz = IP UND Maske · Broadcast = Netz ODER Wildcard
Beispiel: 192.168.1.10 /24 ergibt Netz 192.168.1.0, Broadcast 192.168.1.255, Hosts 192.168.1.1 bis 192.168.1.254.
CIDR-Tabelle (/24 bis /30)
Die kleinen Subnetze braucht man am häufigsten — etwa für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen oder kleine VLANs.
| Präfix | Maske | Adressen | nutzbare Hosts |
|---|---|---|---|
| /24 | 255.255.255.0 | 256 | 254 |
| /25 | 255.255.255.128 | 128 | 126 |
| /26 | 255.255.255.192 | 64 | 62 |
| /27 | 255.255.255.224 | 32 | 30 |
| /28 | 255.255.255.240 | 16 | 14 |
| /29 | 255.255.255.248 | 8 | 6 |
| /30 | 255.255.255.252 | 4 | 2 |
So nutzt du das Ergebnis
Für das Heimnetz reicht fast immer /24 — 254 Geräte sind mehr als genug. Subnetze brauchst du, wenn du Bereiche trennen willst (z. B. Gäste-WLAN, Smart-Home, Büro) oder Punkt-zu-Punkt-Strecken aufbaust. Für die Verkabelung helfen die Anleitungen zur Netzwerkdose und zum LAN-Kabel verlegen.
Private und öffentliche Adressen
Im Heimnetz und in Firmennetzen kommen ausschließlich private IPv4-Adressen zum Einsatz (RFC 1918) — sie werden im Internet nicht geroutet und dürfen beliebig verwendet werden. Drei Bereiche stehen zur Verfügung:
| Bereich | Adressen | typische Nutzung |
|---|---|---|
| 10.0.0.0/8 | 16,7 Mio. | große Netze, Firmen |
| 172.16.0.0/12 | 1 Mio. | mittlere Netze |
| 192.168.0.0/16 | 65.536 | Heimnetze, Router-Standard |
Dein Router vergibt im Heimnetz meist aus 192.168.0.0/24 oder 192.168.1.0/24. Der Router selbst nach außen bekommt vom Provider eine öffentliche Adresse (oder per DS-Lite/CGN eine geteilte) — das ist eine andere Welt als das interne Subnetz.
Wie groß muss mein Subnetz sein?
Die Präfixlänge bestimmt, wie viele Geräte hineinpassen. Wähle so, dass genug Reserve bleibt, aber nicht unnötig groß:
- Heimnetz: /24 (254 Hosts) reicht praktisch immer — mehr Geräte hat kaum ein Haushalt.
- Kleines Büro / VLAN: /25 oder /26 (126 bzw. 62 Hosts) trennt Bereiche sauber, ohne Adressen zu verschwenden.
- Punkt-zu-Punkt-Verbindung: /30 (2 Hosts) oder /31 (2 Hosts, RFC 3021) für eine Strecke zwischen zwei Routern.
Faustregel: nötige Hostzahl + Reserve, dann das nächstgrößere Präfix wählen. Für 50 Geräte reicht ein /26 (62 nutzbar), für 100 ein /25 (126 nutzbar).
So funktioniert Subnetting — Schritt für Schritt
Hinter der Rechnung steckt einfache Bit-Logik. Die Subnetzmaske trennt Netz- von Hostbits. Bei 192.168.1.10/26:
- /26 bedeutet 26 Netzbits → Maske 255.255.255.192 (die letzten 6 Bit sind Host).
- Die Blockgröße im letzten Oktett ist 256 − 192 = 64 → Subnetze beginnen bei .0, .64, .128, .192.
- .10 liegt im Block .0–.63 → Netzadresse 192.168.1.0, Broadcast 192.168.1.63.
- Nutzbare Hosts: 192.168.1.1 bis 192.168.1.62 (62 Stück).
Diesen „Blockgrößen"-Trick kannst du im Kopf anwenden; der Rechner nimmt dir die Arbeit ab und zeigt zusätzlich Wildcard und Maske.
CIDR oder Subnetzmaske?
Beides beschreibt dasselbe. Die CIDR-Notation (/24) zählt die Netzbits; die Subnetzmaske (255.255.255.0) schreibt sie als vier Oktette aus. /24 = 255.255.255.0, /25 = 255.255.255.128, /26 = 255.255.255.192 und so weiter. Router und Betriebssysteme akzeptieren je nach Oberfläche die eine oder andere Schreibweise — der Rechner zeigt dir beide, damit du sie sicher übertragen kannst. Wichtig fürs Routing: Das Standard-Gateway muss im selben Subnetz liegen wie die Hosts, sonst kommt kein Gerät nach draußen.
Häufige Fehler
Netz- oder Broadcast-Adresse vergeben. Beide sind reserviert. Geräte bekommen nur Adressen aus dem nutzbaren Host-Bereich.
Subnetze überlappen lassen. Zwei Subnetze dürfen sich nicht überschneiden, sonst gibt es Routing-Chaos. Plane die Bereiche sauber.
Gateway außerhalb des Subnetzes setzen. Das Standard-Gateway muss im selben Subnetz liegen wie die Hosts, sonst kommt kein Gerät ins Internet.
Quellen
- RFC 4632 — Classless Inter-Domain Routing (CIDR).
- RFC 1918 — private IPv4-Adressbereiche.
Häufige Fragen
Ein /24 (255.255.255.0) hat 256 Adressen, davon 254 nutzbar — Netzadresse und Broadcast sind reserviert. Für ein typisches Heimnetz reicht das mehr als aus.
Die Netzadresse ergibt sich aus IP UND Subnetzmaske (bitweise). Bei 192.168.1.10/24 ist das 192.168.1.0. Die Broadcast-Adresse ist Netzadresse ODER Wildcard, hier 192.168.1.255.
Die Zahl nach dem Schrägstrich gibt an, wie viele Bits der Adresse zum Netz gehören. /24 heißt: die ersten 24 Bit sind Netz, die restlichen 8 sind Host — entspricht der Maske 255.255.255.0.
Die Netzadresse (erste) und die Broadcast-Adresse (letzte) jedes Subnetzes sind reserviert. Geräte bekommen Adressen aus dem Bereich dazwischen.