LED-Rechner
Vorwiderstand, Netzteil-/Trafoleistung und Watt-Lumen in einem Rechner.
Was der Rechner kann
Drei wiederkehrende LED-Fragen in einem Werkzeug Welchen Vorwiderstand braucht eine LED, wie groß muss das Netzteil bzw. der Trafo sein, und wie viel Licht (Lumen) liefert eine bestimmte Wattzahl? Schalte oben den Modus um — die Eingaben passen sich an.
Alle Ergebnisse beruhen auf den anerkannten Formeln (Ohmsches Gesetz, Leistung) und üblichen Praxiswerten. Für die reine Strom-/Spannungsrechnung hilft ergänzend der Ohmsche-Gesetz-Rechner, für den Lichtbedarf je Raum der Lumen-Rechner.
LED-Vorwiderstand berechnen
Eine LED ist ein stromempfindliches Bauteil — ohne Strombegrenzung brennt sie durch. An einer höheren Versorgungsspannung (z. B. 12 V) übernimmt ein Vorwiderstand die Differenz und stellt den richtigen Strom ein.
Beispiel: Eine rote LED (UF = 2 V, IF = 20 mA) an 12 V
P = 10 × 0,02 = 0,2 W → ¼-Watt-Bauform reicht
Der Rechner nennt zusätzlich den nächsten E-Reihe-Wert (E12) und die nötige Bauform. Für mehrere LEDs in Reihe gibst du die Anzahl an — ihre Flussspannungen addieren sich, und die Versorgungsspannung muss entsprechend höher sein.
Reihen- oder Parallelschaltung mehrerer LEDs
- Reihe: Die Flussspannungen addieren sich (3 weiße LEDs à 3,2 V = 9,6 V). Ein einziger Vorwiderstand genügt; die Versorgungsspannung muss über der Summe liegen. Reicht sie nicht, meldet der Rechner es.
- Parallel: Jeder Zweig braucht einen eigenen Vorwiderstand — LEDs ohne eigenen Widstand parallel zu schalten führt zu ungleicher Stromverteilung und frühem Ausfall.
Für viele LEDs (Stripes, Module) übernimmt statt Vorwiderständen ein Konstantstrom-Treiber die saubere Strombegrenzung.
LED-Netzteil und Trafo berechnen
LED-Stripes und -Module brauchen ein passend dimensioniertes Netzteil. Die Regel Gesamtlast plus Reserve.
Beispiel: 5 m Stripe mit 8 W/m = 40 W Last; mit 20 % Reserve braucht es ein 48-Watt-Netzteil. Die Reserve verhindert, dass das Netzteil dauerhaft am Limit läuft (Wärme, Lebensdauer).
Wichtig ist der richtige Typ
- Konstantspannung (12 V / 24 V): für LED-Stripes und die meisten Module — Standardfall.
- Konstantstrom (mA-Angabe): für Hochleistungs-LEDs ohne eigene Strombegrenzung.
Spannung von Stripe und Netzteil müssen zusammenpassen (ein 24-V-Stripe läuft nicht an 12 V). „Trafo" ist umgangssprachlich — moderne LED-Netzteile sind elektronische Schaltnetzteile, keine klassischen Trafos.
Watt in Lumen umrechnen (Effizienz)
Wie viel Licht steckt in einer Wattzahl? Das hängt vom Leuchtmitteltyp ab — der Lichtausbeute in Lumen pro Watt:
| Leuchtmittel | lm/W | 9 W ≈ |
|---|---|---|
| LED | ~ 95 | ~ 855 lm |
| Leuchtstofflampe | ~ 65 | ~ 585 lm |
| Halogen | ~ 16 | ~ 144 lm |
| Glühlampe | ~ 12 | ~ 108 lm |
Das erklärt, warum eine 9-Watt-LED die 60-Watt-Glühlampe ersetzt. Wie viel Lumen ein Raum insgesamt braucht, rechnest du mit dem Lumen-Rechner.
Häufige Fehler
Verlustleistung vergessen. Der Widerstand muss die Wärme aushalten. Bei höheren Strömen reicht die ¼-Watt-Standardbauform nicht — aufrunden.
LEDs ohne eigenen Widerstand parallel schalten. Der Strom verteilt sich ungleich, eine LED übernimmt zu viel und stirbt früh. Jeder Zweig braucht seinen Vorwiderstand.
Netzteil ohne Reserve. Am Limit betriebene Netzteile werden heiß und altern schnell. Rund 20 % Reserve einplanen.
Spannung verwechselt. 12-V- und 24-V-Stripes nicht mischen und nur mit passendem Netzteil betreiben.
Quellen
- Ohmsches Gesetz und elektrische Leistung (R = U/I, P = U·I).
- E12-Normreihe der Widerstandswerte; übliche Lichtausbeute-Werte je Leuchtmitteltyp.
Häufige Fragen
R = (Versorgungsspannung − Flussspannung) ÷ LED-Strom. Beispiel: (12 V − 2 V) ÷ 0,02 A = 500 Ω, nächster Normwert 470 Ω. Achte zusätzlich auf die Verlustleistung am Widerstand, damit die Bauform passt.
P = (Versorgungsspannung − Flussspannung) × LED-Strom. Im Beispiel 10 V × 0,02 A = 0,2 W — ein ¼-Watt-Widerstand reicht. Plane etwas Reserve ein und runde zur nächsten Bauform auf.
Gesamtlast der LEDs mal Reservefaktor — üblich sind rund 20 % Reserve. 40 W Last brauchen also etwa 48 W Netzteil. LED-Stripes brauchen ein Konstantspannungs-Netzteil (12 oder 24 V), Hochleistungs-LEDs oft eine Konstantstromquelle.
Je nach Typ rund 5–15 W pro Meter. Multipliziere die Länge mit der Leistung pro Meter und addiere Reserve — der Rechner macht das im Netzteil-Modus direkt.
Watt mal Lichtausbeute (lm/W). Moderne LED liefert rund 95 lm/W, eine alte Glühlampe nur etwa 12. Eine 9-Watt-LED ergibt also rund 850 Lumen.