Photovoltaik-Rechner

Dach-PV: Ertrag, Eigenverbrauch mit Speicher, Einspeiseverguetung und Amortisation.

Photovoltaik-Rechner
Eigenverbrauchgenutzter Anteil 30 %
Ersparnis & Vergütung pro Jahr
– €
Geprüft & aktualisiert am 22.10.2026

Was das Ergebnis bedeutet

Eine Dach-Photovoltaikanlage bringt dir auf zwei Wegen Geld: Strom, den du selbst verbrauchst, musst du nicht teuer einkaufen (Eigenverbrauch), und überschüssiger Strom wird gegen eine Einspeisevergütung ins Netz verkauft. Da der Einkaufspreis deutlich über der Vergütung liegt, ist jede selbst genutzte Kilowattstunde am wertvollsten — genau hier setzt ein Speicher an.

Der Rechner schätzt Ertrag, Eigenverbrauch (mit oder ohne Speicher), Ersparnis plus Vergütung und daraus die Amortisationszeit. Die Werte sind Richtwerte; die genaue Auslegung macht der Solarbetrieb.

Wie groß sollte die Anlage sein?

Die richtige Größe hängt von Dachfläche, Verbrauch und Budget ab — aber ein paar Faustwerte helfen bei der ersten Orientierung:

  • Dachfläche — pro kWp braucht es rund 5–6 m² Modulfläche. Ein typisches Satteldach trägt damit oft 8–12 kWp.
  • Verbrauch — als grobe Regel etwa 1 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch, plus Reserve für künftige Wärmepumpe oder E-Auto.
  • Dach voll machen — seit die Modulpreise gefallen sind, lohnt es sich meist, das Dach auszunutzen, statt knapp zu planen. Überschuss wird eingespeist.

Der Trend geht klar zur Vollbelegung

Die Module sind heute der günstigste Teil der Anlage; Gerüst, Montage und Wechselrichter fallen ohnehin an. Eine größere Anlage senkt deshalb die Kosten pro kWp und schafft Reserve für steigenden Eigenverbrauch.

Eigenverbrauch oder Einspeisung — was lohnt mehr?

Die Antwort ist eindeutig

Der Eigenverbrauch. Selbst genutzter Strom spart den vollen Bezugspreis (~35 ct/kWh), die Einspeisevergütung liegt mit rund 8 ct weit darunter. Jede Kilowattstunde, die du selbst nutzt, ist also gut viermal so viel wert wie eine eingespeiste. Daraus folgt die ganze Strategie einer wirtschaftlichen Anlage:

  • Speicher hebt den Eigenverbrauch von ~30 auf ~60 %, indem er Mittagsstrom in den Abend verschiebt.
  • Wärmepumpe und E-Auto sind ideale Solar-Abnehmer und treiben den Eigenverbrauch auf bis zu 80 %.
  • Lastverschiebung — Großverbraucher laufen, wenn die Sonne scheint.

Formel & Beispiel

Ertrag = kWp × spez. Ertrag
Nutzen = Eigenverbrauch × Strompreis + Einspeisung × Vergütung

Beispiel: 8 kWp, Mitte (1.000 kWh/kWp), 30 % Eigenverbrauch, 35 ct Strom, 8 ct Vergütung.

Ertrag = 8 × 1.000 = 8.000 kWh
Eigen 2.400 × 0,35 = 840 € · Einspeisung 5.600 × 0,08 = 448 €
→ 1.288 €/Jahr · bei 12.000 € ~ 9,3 Jahre

Eigenverbrauch mit und ohne Speicher

KonfigurationEigenverbrauchNutzen (8 kWp)*
ohne Speicher~ 30 %~ 1.290 €/Jahr
mit Speicher~ 60 %~ 1.660 €/Jahr
+ Wärmepumpe / E-Autobis 80 %deutlich höher

* 8 kWp, Mitteldeutschland, 35 ct Strom, 8 ct Vergütung. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, kostet aber extra — er rechnet sich vor allem mit hohem Abendverbrauch.

So nutzt du das Ergebnis

Je mehr Strom du selbst nutzt, desto besser die Wirtschaftlichkeit. Eine Wärmepumpe oder ein E-Auto heben den Eigenverbrauch stark. Für die kleine, mietertaugliche Variante ohne Dach rechne mit dem Balkonkraftwerk-Rechner; deine Gesamt-Stromkosten als Vergleichsbasis liefert der Stromkosten-Rechner.

Lohnt sich ein Speicher?

Der Stromspeicher ist die teuerste Einzelentscheidung — und die am meisten diskutierte. Er erhöht den Eigenverbrauch deutlich, kostet aber extra. Ob er sich rechnet, hängt vom Verbrauchsprofil ab:

  • Spricht dafür — hoher Abend- und Nachtverbrauch, Wunsch nach Unabhängigkeit, perspektivisch Wärmepumpe/E-Auto, weiter steigende Strompreise.
  • Spricht dagegen — niedriger Verbrauch, vor allem tagsüber genutzt, knappes Budget. Dann lohnt oft erst die PV allein, ein Speicher kann später nachgerüstet werden.

Faustwert für die Dimensionierung

Rund 1 kWh Speicher je 1 kWp Anlagenleistung bzw. etwa 1 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Ein zu großer Speicher wird selten voll und verschlechtert die Wirtschaftlichkeit — hier gilt nicht „je größer, desto besser".

Steuern und Anmeldung

Seit 2023 ist die steuerliche Behandlung kleiner Anlagen stark vereinfacht

  • Nullsteuersatz — auf Kauf und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp fällt keine Umsatzsteuer an.
  • Einkommensteuerbefreiung — Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp (Einfamilienhaus) sind steuerfrei.
  • Anmeldung — im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber; den Netzanschluss übernimmt der Fachbetrieb.

Diese Vereinfachungen haben die Wirtschaftlichkeit spürbar verbessert — die genauen, aktuell gültigen Sätze und Pflichten klärt im Einzelfall der Steuerberater oder Fachbetrieb.

Häufige Fehler

1

Speicher überdimensionieren. Ein zu großer Speicher wird selten voll und rechnet sich kaum. Faustwert: rund 1 kWh Speicher pro 1 kWp Anlage.

2

Mit alter Einspeisevergütung rechnen. Die Sätze für Neuanlagen sinken regelmäßig — den aktuellen Wert verwenden.

3

Den Eigenverbrauch zu hoch ansetzen. Ohne Speicher und ohne große Tagverbraucher liegt er realistisch bei rund 30 %.

Quellen

  1. EEG — Einspeisevergütung für Photovoltaik (aktuelle Sätze).
  2. Spezifische PV-Erträge nach Region (DWD-Globalstrahlung).

Schätzwert. Eine verbindliche Wirtschaftlichkeitsrechnung erstellt der Fachbetrieb.

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Häufige Fragen

In Deutschland rund 950–1.100 kWh pro kWp und Jahr — im Norden weniger, im Süden mehr. Eine 8-kWp-Anlage liefert also grob 8.000 kWh jährlich.

Er hebt den Eigenverbrauch von rund 30 auf 60 % und damit die Ersparnis. Wirtschaftlich wird er vor allem bei hohem Abendverbrauch; als Faustwert etwa 1 kWh Speicher je kWp Anlage.

Je nach Eigenverbrauch, Strompreis und Kosten meist nach 8–13 Jahren. Bei hohem Eigenverbrauch (Wärmepumpe, E-Auto) geht es schneller.

Der Eigenverbrauch. Selbst genutzter Strom spart den vollen Bezugspreis (~35 ct), die Einspeisevergütung liegt deutlich darunter (~8 ct). Deshalb möglichst viel selbst nutzen.

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HB
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