Schaltplan zeichnen & testen

Schaltungsbaukasten: Aus-, Serien-, Wechsel-, Kreuz- und Stromstoßschaltung bauen, schalten und prüfen lassen.

Schaltungsbaukasten
  1. Vorlage laden oder leer starten und Bauteile setzen.
  2. Von Klemme zu Klemme ziehen — die Ader entsteht in der gewählten Farbe.
  3. Schalter antippen: Die Leuchte reagiert sofort, Fehler erscheinen darunter.
  4. „Prüfen" testet jede Schalterstellung.
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Geprüft & aktualisiert am 28.09.2026

Schaltplan zeichnen und sofort testen

Setze Schalter, Leuchten und Steckdosen auf das Raster, verbinde die Klemmen mit Adern und schalte. Der Baukasten rechnet bei jeder Änderung nach, wo Spannung anliegt: Die Leuchte geht an, wenn die Schaltung stimmt, und darunter steht, was nicht passt.

Deine Schaltung bleibt in diesem Browser gespeichert, bis du eine Vorlage lädst. Mit „Bild" nimmst du den Schaltplan als PNG mit, etwa für die Absprache mit dem Elektriker.

So bedienst du den Baukasten

  • Bauteil setzen: in der Leiste „Bauteil" antippen. Es erscheint an einer freien Stelle und lässt sich frei auf dem Raster verschieben.
  • Ader legen: Aderfarbe wählen, dann von einer Klemme zur anderen ziehen. Auf dem Handy geht es auch nacheinander: erst die eine Klemme antippen, dann die zweite. Die Ader sucht sich selbst einen rechtwinkligen Weg um die Bauteile herum.
  • Schalten: einen Schalter antippen. Einen Taster hältst du gedrückt, der Stromstoßschalter schaltet bei jedem Druck um.
  • Entfernen und spiegeln: Bauteil oder Ader antippen, dann auf das rote × tippen. Der blaue Doppelpfeil an einem Bauteil setzt seine Klemmen auf die andere Seite, damit die Adern kürzer werden.
  • Rückgängig, leer starten, Vollbild: „Rückgängig" nimmt den letzten Schritt zurück, „Leer starten" räumt die Fläche bis auf die Einspeisung, „Vollbild" gibt dem Plan den ganzen Bildschirm. Auf schmalen Bildschirmen steht der Plan hochkant.
  • Üben: Vorlage laden, „Drähte weg" drücken, selbst verdrahten und mit „Prüfen" alle Schalterstellungen durchtesten lassen.

Die Schaltungen im Baukasten

SchaltungSchaltstellenBauteileTypischer Einsatz
Ausschaltung1AusschalterZimmerlicht
Serienschaltung1Serienschalter mit zwei Wippenzwei Leuchten getrennt, z. B. Decke und Spiegel
Wechselschaltung22 WechselschalterFlur, Schlafzimmer mit Bett und Tür
Kreuzschaltung3 und mehr2 Wechselschalter, 1 oder mehr Kreuzschalterlanger Flur, Treppenhaus
StromstoßschaltungbeliebigTaster, Stromstoßschalterviele Schaltstellen, Treppenhaus
Steckdose–Schutzkontakt-Steckdoseungeschaltet, L, N und PE

Ausführliche Anleitungen mit Klemmenbelegung findest du zur Wechselschaltung, zur Kreuzschaltung, zur Tasterschaltung mit Stromstoßschalter und zum Serienschalter. In diesen Anleitungen steckt die jeweilige Schaltung auch zum Durchschalten.

Was der Baukasten prüft

Der Baukasten verfolgt, welche Klemmen über Adern und geschlossene Schaltkontakte miteinander verbunden sind, und leitet daraus ab, wo Außenleiter (L), Neutralleiter (N) und Schutzleiter (PE) anliegen. Er meldet:

  • Kurzschluss, wenn L und N direkt verbunden sind — die Sicherung würde auslösen.
  • FI-Auslösung, wenn L oder N mit dem Schutzleiter verbunden ist.
  • Leuchte aus, aber unter Spannung, wenn statt des Außenleiters der Neutralleiter unterbrochen wird. Die Lampe geht zwar aus, an ihrer Fassung liegen aber weiter 230 V an. Das ist der gefährlichste Fehler, weil er im Betrieb nicht auffällt.
  • Fehlender Schutzleiter an Leuchte oder Steckdose.
  • Falsche Aderfarben, etwa eine grün-gelbe Ader als Außenleiter.

Mit „Prüfen" geht der Baukasten zusätzlich alle Schalterstellungen durch: Jeder Schalter muss etwas bewirken, jede Leuchte muss sich ein- und ausschalten lassen, und in keiner Stellung darf ein Kurzschluss entstehen.

Aderfarben in der Hausinstallation

FarbeLeiterHinweis
BraunAußenleiter Lführt Spannung
Schwarz, GrauAußenleiter, geschaltete Leiterzum Beispiel Schalterdraht zur Leuchte oder korrespondierende Adern
BlauNeutralleiter Nnicht für Außenleiter verwenden
Grün-gelbSchutzleiter PEausschließlich für den Schutzleiter

Die Farben regelt DIN VDE 0293-308. Bei älteren Anlagen können andere Farben vorkommen, etwa Grau als Neutralleiter oder Rot als Schutzleiter. Farben allein sind deshalb nie ein Beweis — vor jeder Arbeit wird mit einem zweipoligen Spannungsprüfer gemessen.

Stromlaufplan, Übersichtsschaltplan, Installationsplan

Für dieselbe Anlage gibt es verschiedene Pläne, je nachdem, was sie zeigen sollen:

  • Stromlaufplan: zeigt jeden einzelnen Leiter und den Weg des Stroms durch die Schaltung, ohne Rücksicht auf die Lage im Raum. Er eignet sich, um die Funktion einer Schaltung zu verstehen oder einen Fehler zu suchen. Die Darstellung im Baukasten kommt ihm am nächsten.
  • Übersichtsschaltplan: zeigt die Verbindungen vereinfacht, oft einpolig — mehrere Leiter werden als eine Linie mit Strichen für die Aderzahl gezeichnet.
  • Installationsplan: zeigt im Grundriss, wo Schalter, Steckdosen, Leuchten und Leitungen liegen. Er ist die Grundlage für die Planung einer Wohnung und für den Elektriker.

In normgerechten Plänen stehen die Schaltzeichen nach DIN EN 60617. Der Baukasten nutzt vereinfachte, gut lesbare Symbole — für einen Plan zum Einreichen oder für die Dokumentation einer Anlage ist er nicht gedacht.

Grenzen und Sicherheit

Der Baukasten ist ein Lern- und Planungswerkzeug. Er kennt keine Leitungsquerschnitte, keine Leitungslängen und keine Absicherung und ersetzt keine Planung durch eine Elektrofachkraft. Arbeiten an der festen 230-Volt-Installation gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Wer selbst Hand anlegt, schaltet vorher die Sicherung ab, sichert sie gegen Wiedereinschalten und prüft zweipolig auf Spannungsfreiheit.

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Häufige Fragen

Ja. Der Baukasten läuft im Browser, ohne Anmeldung. Du setzt Bauteile, ziehst Adern und speicherst das Ergebnis als Bild. Er ist für Lichtschaltungen und Steckdosen in der Hausinstallation gedacht, nicht für Elektronik-Platinen.

Die Leuchte geht an, wenn Außenleiter und Neutralleiter richtig ankommen, und unter dem Plan stehen Fehler und Warnungen. „Prüfen" geht zusätzlich alle Schalterstellungen durch und sagt, ob jeder Schalter die Leuchte wirklich schaltet.

Weil die Leuchte dann zwar ausgeht, an der Fassung aber weiter der Außenleiter mit 230 V anliegt. Wer im Glauben, der Schalter habe abgeschaltet, eine Lampe wechselt, bekommt einen Stromschlag. Geschaltet wird deshalb immer der Außenleiter L.

Mit der Wechselschaltung schaltest du eine Leuchte von zwei Stellen aus, dafür brauchst du zwei Wechselschalter. Für jede weitere Schaltstelle kommt ein Kreuzschalter dazwischen — das ist die Kreuzschaltung. Ab etwa vier Schaltstellen ist eine Tasterschaltung mit Stromstoßschalter meist einfacher.

Im Prinzip ja: Der Baukasten zeigt jeden Leiter einzeln und den Weg des Stroms, wie ein Stromlaufplan. Die Symbole sind aber vereinfacht und nicht die genormten Schaltzeichen nach DIN EN 60617.

Passende Rechner & Anleitungen

HB
haustechnikberater-Redaktion
KI-gestützte Fachredaktion

haustechnikberater.com ist eine KI-gestützte Fachredaktion. Wir recherchieren jeden Rechner und jede Anleitung gegen die einschlägigen Normen (DIN VDE, DIN EN), anerkannte Tabellenwerke und Herstellerangaben und legen die Quellen auf der Seite offen. Wir führen selbst keine Arbeiten aus und ersetzen keine Elektrofachkraft — wir erklären die Zusammenhänge nachvollziehbar und sagen klar, wo eine Fachkraft ran muss.